Tanken im Raid (AoC)

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  • Arundel von Orda Boia hat diesen Guide zum Tanken geschrieben und uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

    Vorwort

    Hallo ihr lieben Nachtwindler und Freunde,

    Nachdem ich jetzt schon eine ganze Weile sowohl mit Eroberer als auch mit dem Wächter die Rolle des Tanks im Raid übernommen habe und häufig bei anderen, jüngeren Soldaten, aber auch bei Veteranen, Schwierigkeiten festgestellt habe, dieser Rolle Herr zuwerden, habe ich mich
    entschlossen mal einen allgemeinen Guide zum Tanken an sich zu schreiben. Ich entschuldige mich schonmal dafür, dass es am Ende so ein
    riesiger Klotz an Text geworden ist. Damit habe ich im Vorfeld nämlich nicht gerechnet. Ich versuche das Ganze möglichst klassenübergreifend zu halten, auch wenn ich vom DT an sich ja so gar keinen Plan habe. Es geht hierbei nicht darum, welche Skillung jetzt die Beste ist oder welche Klasse überlegen ist, sondern wirklich allgemein um das Tanken in AoC. Dennoch werde ich ab und zu Beispiele vom Eroberer nennen, ganz einfach, weil ich mich mit ihm am Besten auskenne.

    Tanken ist meiner Meinung nach die schwierigste Rolle im Spiel, einfach weil man so viel beachten muss, um seine Rolle gut zu machen. Da wären das effektive, schnelle Aufbauen von Hass, damit die DD früh mit ihrem Schaden anfangen können und sich idealerweise nur wenig zurückhalten müssen. Dann das richtige Positionieren der Mobs, der richtige Einsatz von Defensivskills, damit man nicht irgendwann aus den Latschen kippt und die Absprache mit anderen Tanks im Raid bezüglich Aggromanagement (wer nimmt welchen Mob/wann darf Aufstacheln eingesetzt werden etc). Dies alles ist erst garnicht möglich, wenn man seine eigenen Stärken und Schwächen als Klasse nicht kennt. Sicher haben die anderen Archetypen ebenfalls teils Aufgaben, die nicht so einfach sind, aber letztendlich lässt sich alles darauf zurückführen, wie gut die Tanks ihre Rollen ausführen.

    Mobs Pullen und positionieren


    Manche Spieler haben Probleme damit, in hektischen Situationen einen bestimmten Mob zu pullen. Zunächst mal hätten wir den ersten Tank, der eine Mobgruppe pullt. Entweder per Armbrust oder per Verstören oder gar mit Hilfe des Ansturms. Wenn es sich nur um einen einzelnen Mob handelt, der an Ort und Stelle bekämpft werden soll, ist tatsächlich der Ansturm die beste Variante. Sobald es mehrere Mobs gibt, die gemeinsam an einen bestimmten Ort gepullt werden müssen, nutze ich ausschließlich Verstören.

    Es macht natürlich wenig Sinn, alleine 2 oder mehr Mobs zu tanken, wenn man genügend Backup in der Gruppe/Raid hat. Dementsprechend sollten sich weitere Tanks bereits direkt hinter dem Ersten befinden, wenn gepullt wird. Schaut euch an, welchen Mob der erste Tank anschießt/spottet. Diesen will er nämlich dann auch tanken. Die Backuptanks schnappen sich dann die Anderen. Natürlich kann man sich auch explizit absprechen, welcher Tank, welchen Mob antanken soll und das ist allgemein auch die sichere Variante.

    Benutzt die Option aus den Menüeinstellungen "aktives Ziel des Ziels anzeigen" und benutzt die Tab-Taste, um zu sehen, welcher Mob Aggro von welchem Char hat. Für gewöhnlich kommt 1 Tank mit einem Mob problemlos zurecht. Man kann sich also einem Anderen zuwenden. Nichts ist ärgerlicher, als 4 soldaten, die sich gegenseitig einen Mob abspotten, während ein Anderer unangetankt bleibt und womöglich einen DDler nach dem Anderen zerfleischt.

    Bei Bosskämpfen hat man oft einzigartige Ausgangspositionen, die spezielle Arten des Pullens erfordern, worauf ich hier nicht weiter eingehen werde.

    Mir fällt immer wieder auf, dass sich zwar verschiedene Tanks um verschiedene Mobs kümmern (was gut ist), sich Diese aber teils weit auseinander aufstellen. Das macht leider in den wenigsten Fällen Sinn, denn selbst, wenn die Mobs viel AE-Schaden machen, bringt es immer noch mehr, wenn man alle Mobs so dicht wie möglich aneinander stellt. Spätestens in T1 haben wir alle gelernt, wie vorteilhaft es ist, wenn der komplette Raid kuschelt. Jeder bekommt die maximale Heilung. Ein DDler, der Aggro zieht, pullt dadurch den Mob nicht von der Masse weg, sondern ihm kann direkt wieder abgespottet werden. Alle Mobs bekommen den maximalen AE-Schaden vom Raid reingedrückt. Es ist nicht nur insgesamt leichter, so zu agieren, sondern man spart auch noch Zeit (Stichwort: Leviathus). Wie beim Pullen gilt auch hier, dass gewisse Bosskämpfe Flexibilität in dieser Hinsicht erfordern.

    Aggroaufbau


    Jeder Soldat hat verschiedene Möglichkeiten, seinen erzeugten Hass passiv oder aktiv zu erhöhen. Die Frage ist, wie hole ich das meiste aus meinen Fertigkeiten raus? Die Antwort darauf ist nicht so klar, weil sich zum Einen die 3 Klassen deutlich unterscheiden und zum Anderen auch noch die Skillung eine wichtige Rolle spielt.

    Auch hat jeder Tank einen Massenspot geskillt. Beim Eroberer ist das die Heimzahlung. Diesen braucht man einfach, um mehr als einen Mob zu tanken. Aber auch wenn nur ein Mob da ist, baut man mit dem Spot guten zusätzlichen Hass auf und sollte (sofern man sich die Aggro leisten kann) ihn auch auf cd halten. Es gibt natürlich auch Ausnahmen, die nur wieder bestätigen, dass das Tanken eine komplizierte Angelegenheit ist, bei der man sich im selben Kampf immer wieder neuen Situationen anpassen muss.

    Das Gleiche gilt für jegliche hasserhöhenden Fertigkeiten. Beim Ero zum Beispiel wären das Aggressionsausbruch und Parade des tanzenden Stahls. Man sollte sie so früh wie möglich starten, !nachdem! der Kampf gestartet ist und sie dann auf cd halten.

    Es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass hasserhöhende Fertigkeiten sich auch auf Spots auswirken. Es macht also durchaus Sinn, nicht sofort seine Spots rauszuhauen, sondern zuerst hasserhöhende Buffs zu aktivieren. Dann allerdings müssen sich DDler zunächst zurückhalten.

    Wenn man sofort seine Spots raushaut, hat man direkt zu Beginn viel mehr Hass, wodurch DDler früher mit ihrem Zerstörungswerk anfangen können und den Spot hat man auch wieder früher zur Verfügung.

    Aufstacheln hat eine ganz spezielle Bedeutung. Mit diesem Spot, den man im Allgemeinbaum skillen kann (und sollte), bekommt man sofort die Aggro des Zieles, selbst wenn man zuvor garnichts mit dem Mob zu tun hatte. Man wird einfach an Position 1 in der Hassliste gesetzt, allerdings mit minimalem Vorsprung vor Platz 2. Wichtig hierbei ist, dass AUfstacheln einen Debuff auf den Mob setzt. 30 Sekunden lang kann kein weiteres Aufstacheln mehr auf ihn gewirkt werden. Das führt dazu, dass der Spot nur als Lebensretter eingesetzt werden sollte. Angenommen, ich bekomme partout nicht die Aggro, weil ein anderer Tank einfach stärker ist und mir geht das tierisch auf den Senkel. Dennoch werde ich nicht Aufstacheln benutzen, solange der Tank, der Aggro hat, diese problemlos aushält. Erst wenn seine HP runter gehen oder er selber verlangt, dass man ihm abspottet, benutze ich es. Dennoch versuche ich, mit den mir zur Verfügung stehenden, anderen Mitteln maximalen Hass aufzubauen. Wenn ich dem Tank abspotten kann, ohne Aufstacheln zu benutzen, ist das umso besser, da im Ernstfall ein theoretischer, dritter Tank wiederum abspotten kann. Man beachte, dass es Mobs gibt, die gegen Aufstacheln immun sind, wie z.B. Yaremka der Seelenfresser.

    Wenn man selber die Aggro hat, aber möchte, dass ein anderer Tank mittels Aufstacheln abspottet, dann ist zu bedenken, dass, wie bereits oben beschrieben, der zweite Tank nur minimal vor einem selber landet. Wenn also mit Aufstacheln abgespottet wurde, ist es ratsam vorerst eigene Spots zu vermeiden, da man sehr wahrscheinlich die Aggro wieder bekommt. Wenn man es jetzt übertreibt, wird es sehr schwer, die Aggro wieder los zu werden.

    Es erklärt sich von selbst, dass es sinnlos ist, Aufstacheln zu nutzen, wenn man eh schon Aggro hat.

    Wenn man einen Gegner hat, wo man permanent einen zweiten Tank an seiner Seite braucht, der jederzeit abspotten kann, muss man sich immer wieder neu auf seinen Partner neu einspielen. Jeder Spieler hat seine eigene Art, mit seinem Char umzugehen und wird nicht genau gleichviel Hass aufbauen, wie man selbst. Die ideale Situation für "Aggropingpong" ist die, dass ein Tank immer dann abspottet, wenn er sich vollkommen regeneriert hat. Das heißt, ich bin angeschlagen. Mein Partner mit (fast) voller HP spottet ab. Ich regeneriere mich und sobald ich wieder (fast) volle HP habe, spotte ich erneut ab und so geht das immer weiter. Derjenige Tank, der die Aggro hat, wird also etwas langsamer Hass aufbauen, als der, der hinterherhinkt, einfach damit Letzterer wieder aufschließen kann. Das wird nicht immer möglich sein, aber dafür ist dann Aufstacheln da.

    Mir wurde zugetragen, dass es Tanks gibt, die in ihrer Komborotation Kombos drin haben, die noch aus Zeiten auf Tortage stammen. Ich möchte hier deutlich machen, dass "erzürnende Wunde" und Ähnliche !nicht! ausreichend Hass erzeugen. Man kann sie komplett aus der Rotation streichen und stattdessen lieber einen weiteren Überangriff/Schlaghagel/... starten.

    Defensivfertigkeiten


    Hierzu zählt alles, was in irgendeiner Form Schaden ablenkt, HP regeneriert oder Mobs kampfunfähig machen. Selbstverständlich muss hierzu der komplette Raid beitragen. Jede Klasse hat bestimmte Debuffs, die sie auf den Gegner setzen kann. Dabei zählen nicht nur Debuffs, die den Schaden des Gegners verringern, sondern auch solche, die seine eigene Verteidigung schwächen. Bei aller Rüstung, die ein Soldat tragen kann, macht doch ein Mob, der früher stirbt, weniger Schaden. Aber ich will mal bei den Soldaten an sich bleiben.

    Natürlich skille ich als angehender Main-/Offtank Fertigkeiten, die mein Überleben sichern sollen. Ein Ero ohne seine Bubbles, ist einfach kein effektiver Tank. Ähnliches gilt für die anderen beiden Soldatenklassen. Die Frage ist, wann benutze ich denn sowas? Direkt zu Beginn in der Hoffnung, dass die Rechnung aufgeht, dass die Fertigkeit wieder früh zur Verfügung steht? Oder warte ich damit lieber eine Weile, bis ich bereits etwas angeschlagen bin bzw. ich eine große Menge an Schaden erwarte?

    Ich bevorzuge die letztere Variante. Warum? Die Antwort ist ähnlich, wie meine Argumentation bzgl. Aufstacheln. Wenn ich eine Fertigkeit einsetze, ohne sie wirklich zu brauchen, habe ich sie vielleicht nicht zur Verfügung, wenn ich sie brauche. Außerdem hasse ich Situationen, in denen ich Aggro und 100% Leben habe. Wenn ich 100% Leben habe, geht Heilung und damit Überlebenszeit verloren. Wenn ich jetzt einen Schutzschild aktiviere, geht noch mehr Heilung verloren.

    Ein Beispiel: Als Eroberer habe ich natürlich "gesegnetes Wagnis" geskillt. Das ist ein Schutzschild, der mich 6 Sekunden lang immun gegen jeglichen Schaden macht. Der Cooldown ist recht lang, sodass ich möglicherweise in Bedrängnis gerate, bevor ich sie erneut aktivieren kann. Bevor ich es also blind aktiviere, obwohl ich noch bei bester Gesundheit bin, warte ich lieber etwas ab, bis ich leicht angeschlagen bin. Wenn ich also bspw. 20 Sekunden warte und dann das Schild nutze, habe ich vielleicht noch 60% Leben. Ich bin jetzt 6 Sekunden immun gegen allen Schaden, kann aber jede Heilung empfangen. Wenn das Schild nun ausläuft und ich wieder komplett geheilt bin, habe ich als Tank komplette 20 Sekunden Überlebenszeit gewonnen im Vergleich zu der Variante, dass ich gleich am Anfang das Schild einsetze.

    Ab und zu sehe ich Tanks, die noch vor dem Pullen eines Bosses schon Bubbles oder Ähnliches einsetzen. Das ist meiner Meinung nach kompletter Unsinn. Warum sollte ich einen Schild einsetzen, wenn mich doch noch gar nichts haut?

    Einige Bossgegner machen phasenweise lange Zeit eher moderaten Schaden, um dann schlagartig einen Mörderhieb rauszuhauen. Hier macht es Sinn, sich seine Fertigkeiten für diese Momente aufzuheben. Z.B. Yaremka: Wenn hier das "Befrieden" mal nicht funktioniert, gerät der Boss in Rage und haut auf einmal geschätzte 10k Schaden pro Schlag raus. Wenn ich in diesem Moment einen Schild bereit habe, ist das ein wahrer Lebensretter.

    Das richtige Zusammenspiel


    Dieser Punkt ist etwas, was mehr und mehr zum Tragen kommt, je stärker der Gegner ist. Man muss sich darüber im Klaren sein, was die Tankkollegen drauf haben. Ein Wächter weiß natürlich, was andere Wächterkollegen so können und kann somit abschätzen, wann es Sinn macht, ihnen abzuspotten und wann man sie weitermachen lässt. Nicht so selbstverständlich ist es, dass eine andere Klasse weiß, was man selbst kann. Schon mehr als einmal haben sich Dunkle Templer bei mir darüber beschwert, dass ich ihnen zu früh abgespottet habe, wo sie gerade eine besonders tolle Fähigkeit gestartet haben, bei der sie die Aggro zwingend brauchen. Krass ausgedrückt: Ein Kollege, der mir einen Mob abspottet, während meine Bubble läuft, zerstört mir Diese schlicht und ergreifend.

    Jemand der volle Partikeleffekte an hat, kann immer sehen, wann jemand soetwas startet (vorrausgesetzt, man weiß, wie das aussieht). Da dies aber gerade im Raid nicht immer gegeben ist, ist man da einfach selbst in die Pflicht genommen, rechtzeitig anzusagen, wenn man etwas in der Art starten möchte. Unzwar nicht erst in letzter Sekunde, weil da kann es schon zu spät sein.

    Tanks, die ihre Grenzen genau kennen, wissen ganz genau, wann sie abgespottet werden müssen.

    Ein eingespieltes Team weiß sogar ganz genau, wann der Kollege abgespottet werden muss, ohne dass zwingend was gesagt werden muss.

    Dennoch ist Kommunikation ein wichtiger Punkt auf dem Weg zum Erfolg. Keiner wird einem Tank übelnehmen, der im TS zu viel ansagt während des Kampfes. Mir persönlich ist es lieber, man sagt zu viel an, als zu wenig.

    Das ist etwas, was in T3 auch für andere Archetypen immer wichtiger wird, da immer mehr entscheidende Rollen verteilt werden müssen, die einfach Kommunikation erfordern.

    Effizienz


    Ich weiß, was Einige von euch denken: "Wir sind ein gemütlicher Raid. Was interessiert uns Effizienz?"

    Tatsache ist, dass jeder der schonmal eine tankende Rolle innehatte, weiß, dass Tank zu sein sehr ungemütlich ist. Ganz gleich, welches Motto ein Raid hat. Die ganzen Punkte, die ich vorher genannt habe, zeigen auf, dass das Aufgabenfeld als Tank einfach zu kompliziert ist, als dass man sagen kann "Augen zu und durch, es klappt schon irgendwie". Jedesmal, wenn man neue, unerfahrene Tanks hat, kann man sich sicher sein, dass es an irgendeiner Stelle hapern wird und jeder ist froh, wenn man seine altgedienten Veteranen zum Tank hat, die wissen, was sie da machen.

    Was ich hier ansprechen möchte, ist schlicht und ergreifend die Art und Weise, wie man seinen Charakter steuert. Es gibt hierbei einige Archetypen.

    Da wäre zum Einen der "Klicker":

    >90% seiner Fertigkeiten aktiviert er über die Maus. Diese Art hat einen massiven Nachteil. Die meiste Zeit ist der Spieler mit seiner Aufmerksamkeit bei den Hotbars, um seinen Mauszeiger zu positionieren und zu klicken. Dabei verliert er oft den Blick für seine Umgebung, bekommt vielleicht nicht gleich mit, dass irgendwo Adds gespawnt sind. Noch schlimmer wird es, wenn man eine bestimmte Fertigkeit nicht sofort findet. Worst case: Man steht Sekunden lang still auf der Suche nach seiner Kombo.

    Die andere, deutlich effizientere Form ist der "Tastaturspieler":

    Die meisten Fertigkeiten aktiviert er mit Hilfe einer Taste auf der Tastatur. Die Maus wird nur noch verwendet, um sich umzusehen oder Fertigkeiten zu aktivieren, für die keine gute Taste mehr frei/nötig war. Der Vorteil hierbei ist, dass der Spieler mit der Zeit auswendig weiß, welche Taste zum Einen mit welcher Fertigkeit belegt ist und wo zum Anderen sich diese Tasten auf der Tastatur befinden. Man braucht quasi nicht mehr auf seine Finger zu schauen, wenn man das lange genug so gemacht hat und kann stattdessen seine Umgebung im Auge behalten. Man kann auf den Boss achten, welche Debuffs drauf sind, was er gerade für eine Fähigkeit castet, wen er im Ziel hat, wo sind noch Mobs unangetankt, wo braucht ein Tank Unterstützung und und und...

    Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist, dass man auf die Art deutlich zügiger arbeiten (jawohl Tanken ist Arbeiten, und ja Arbeiten kann Spaß machen ;) )

    Dann gibt es da noch die "Spezialisten":

    Sie haben sich ganz spezielle Tastaturen, Mäuse und andere Geräte besorgt, die extra für das effiziente Spielen ausgelegt sind. Eine Maus mit 10+ Tasten ist keine Seltenheit.

    Ich möchte niemandem vorschreiben, wie er seinen Char zu spielen hat, aber ich möchte euch gerne ans Herz legen, hier offen für neue Ideen zu sein. Ich selbst bin Tastaturspieler und komme damit sehr gut zurecht. Ursprünglich war ich Klicker und ich habe mich sehr schwer damit getan, mich überhaupt dazu durchzuringen, zum Tastaturspieler zu werden. Und die Umstellung dauert auch eine Weile. Ich habe einige Tage lang einfach schlechter gespielt, als ich es bis dahin als Klicker konnte, weil ich noch nicht aus dem FF wusste, welche Taste wofür ist oder weil ich gar falsche Tasten gedrückt habe. Aber bevor ich es realisiert habe, begann ich damit, erste Fertigkeiten ohne auch nur drüber nachzudenken per Tastatur zu aktivieren. Das Argument mit den Wurstfingern zählt übrigens nicht. Jeder von euch kann im Chat schreiben, ist also dazu in der Lage, jede Taste zu treffen, wenn er es will. :P

    Allgemein sollte man sowieso so denken, dass man z.B. um eine Kombo auszuführen ein Wort schreiben muss und nicht sich die Finger verrenken. Ich habe meine Scheinangriffkombo auf "R" gelegt. Der Schlag nach oben ist mit "2" belegt. Um also Scheinangriff auszulösen schreibe ich einfach das Wort "R2"

    Beispiel eines Tastaturspielers


    Noch habe ich nicht für alle Klassen die (für mich) beste Tastenbelegung herausgefunden, aber ich möchte hier mal beispielhaft meine persönliche Tastenbelegung beim Ero preisgeben.

    Hier erstmal eine Liste aller Hotkeys, die ich benutze:

    F1-F4

    1-8

    q,w,e,r,t

    a,s,d,f,g,h

    y,x,c,v,b

    Ein Screenshot meiner unteren Schnellleiste:



    Auf meinen zusätzlichen Schnellleisten sind keine Hotkeys definiert. Dort befinden sich grundsätzlich buffs, ports, etc. Was also nicht so dringend im Kampf eingesetzt wird.

    w,a,s,d sind meine Bewegungstasten.

    F1 ist bei mir standardmäßig mit Schleichen belegt.

    Mit F2-F4 trinke ich meine Tränke.

    1,2,3,q,e sind standardmäßig meine
    Angriffs tasten. Da ich aber mit dem Ero den Angriff rechts unten nicht brauche, habe ich ihn umbelegt auf Verstören.

    4 und alt+4 sind meine beiden Knockbacks.

    5 zerschmetternder Ansturm.

    alt+5 ist mein Koloss.

    6,7 sind Technik gewähren und Banner aufplanzen.

    8 ruft meinen Tiger herbei.

    y und alt+y sind meine beiden Bubbles.

    c,f,r und alt+r sind meine standardcombos.

    g und alt+g sind meine Haltungen.

    H,V sind meine Spots.

    x ist mein Banner.

    t ist Kehlenschlag.

    alt+f ist listige Abwehr.

    alt+q ist eine weitere Version vom Scheinangriff.

    alt+e ist mein Ansturm.

    alt+c ist mein aktueller AA-Skill.

    b ist standardmäßig meine Taste zum akiven Blocken.

    Wie man sieht, habe ich alle meine Hotkeys in einen Umkreis um meine Bewegungstasten gelegt. Auf die Art kann ich leicht alle relevanten Fertigkeiten mit einer Hand erreichen.

    Alles was hier nicht mit einer Taste belegt ist, ist auch nicht so wichtig bzw benutze ich selten im Kampf. Man beachte, dass ich je nach Situation einige kleinere Änderungen vornehme. Zum Beispiel tausche ich fürs PvP meinen AA-Skill auf alt+c aus und belege e nicht mit verstören sondern mit "ein letzter Stoß".
    Das wars soweit. Ich hoffe, der Eine oder Andere hat daraus noch irgendwas lernen können. Selbstverständlich sind sämtliche Kommentare zu dem Thema erwünscht und ich hoffe auf konstruktive Kritik.

    Vielen Dank für Lesen

    mfg euer Arundel

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